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Kauf eines Hundes

Was du vor dem Kauf eines Hundes beachten solltet

Den Kauf eines Hundes macht man nicht aus einer Laune heraus. Er ist kein Mitbringsel. Er ist erst recht kein Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Hunde sind Lebewesen mit Bedürfnissen!

Du musst ihn artgerecht halten. Dazu gehört beispielsweise ein Zuhause, Hundeerziehung (nicht nur in der Hundeschule) eine Familie, Pflege, Zuneigung u.v.m. Ein Hund sollte wie ein gleichberechtigtes Familienmitglied gesehen werden. Bevor du dir einen Hund anschaffst, kläre ab, ob das Umfeld für ein weiteres Familienmitglied geeignet ist.

Checkliste: Fragen vor dem Hundekauf

  • Lässt der Mietvertrag einen Hund zu?
  • Sind die Wohnung bzw. das Haus geeignet und groß genug für einen Hund?
  • Passt der Hund zu den übrigen Familienmitgliedern?
  • Leidet jemand in meinem Umfeld an einer Hundeallergie? 
  • Ein Hund bringt Schmutz und Haare in die Wohnung. Ist das Ok für mich?
  • Gelegentlich richtet ein Hund auch mal ein kleines Chaos an und bringt Unordnung ins Haus. Kannst du das alles in Kauf nehmen?
  • Bist du dir darüber im Klaren, dass ein Hund 10 bis 20 Jahre bei dir lebt?

Bevor du dir einen Hund zulegen, erkundige dich über die unterschiedlichen Rassemerkmale und die Charaktere von Hunden. Überlege, welcher Rassehund oder Mischlingshund zu dir und deinen Familie passt (bei Kindern z.B. eher ein besonders kinderfreundlicher Hund wie z.B. Golden Retriever, Labrador, etc.).

Denke auch vor dem Kauf eines Hundes über die Größe nach. Bedenke auch, dass Hunde entsprechenden Auslauf benötigen (nach Rasse und Größe unterschiedlich). Ein Garten allein genügt nicht. Im Prinzip ist es egal, ob du in einer Etagenwohnung wohnst oder in einem Haus mit Garten. Hunde brauchen Bewegung und müssen mehrmals täglich Gassi gehen!

Ein Hund ist kein Prestigeobjekt, sondern ein verlässlicher Freund und Partner, der sehr viel Liebe und Zuneigung braucht. Überlege, ob du dafür genug Zeit hast. Hunde benötigen neben Bewegung (geistige) Beschäftigung (z.B. Spiel, Sport in einer Hundeschule).  Plane mindestens 2,5 bis 3 Stunden täglich für deinem Hund ein. Denn dein Hund sollte möglichst nicht längere Zeit allein zu Hause gelassen werden. Kein Hund ist gerne allein. Am wohlsten fühlen sich Hunde, wenn sie mit ihrem Rudel bzw. Ihren Familienmitgliedern zusammen aktiv sein können. Solltest du zum Beispiel beruflich zu eingespannt sein und nur sehr wenig Zeit haben, dann lass es sein.

Auch in Sachen Urlaubsplanung muss der Hund berücksichtigt werden. Im Idealfall kommt er mit (worüber er sich wohl am meisten freuen würde), oder du brauchst eine vernünftige Bleibe, wie z.B. eine Hundepension oder jemand der ihn die Zeit über nimmt.

Wo kann man einen Hund kaufen

Denke daran, dass sehr viele Hunde im Tierheim sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten. Vielleicht schaust du erst dort mal vorbei.

Wenn du dich für einen Rassehund beim Züchter entscheiden, schau bitte nicht aufs Geld. Billige „Rassehunde“ sind oft gar keine Rassehunde, sondern entstammen einer Wildzucht. So niedlich die kleinen Welpen von unseriösen Züchtern auch aussehen, viele von ihnen sind sehr krank und haben keine hohe Lebenserwartung.

Was du an Anschaffungskosten sparst, musst du später unter Umständen in mehrfacher Höhe in Tierarztkosten investieren (neben Zeitaufwand und Stress).  

Darum: Gebe lieber mehr Geld für einen gesunden Rassehund aus!

Wieviel kostet ein Hund?

Hunde kosten nunmal Geld. Bei der Anschaffung und in der Unterhaltung. Deshalb kommt des beim Hundekauf an, welchen Hund du dir kaufen möchtest.

Soll es ein Rassehund oder ein Mischlingshund sein? 

Rassehunde bei einem Züchter kosten ca. 1.000  bis 2.000 Euro. Ein Mischlingshund aus dem Tierheim, kostet dagegen nur 100 bis 250 Euro.

Bei den laufenden Kosten muss man etwa mit 1.500 bis 2.000 Euro im Jahr rechnen.

Diese Ausgaben entstehen durch:

  • Regelmäßige Arztkosten (Wurmkuren, Impfungen, Allgemeine Untersuchung)
  • qualitativ hochwertiges Hundefutter (gebe deinem Hund keine Essensresten, Ein Hund benötigt eine qualitativ gute und abwechslungsreiche Küche)
  • Leckerlis (z.B. Schweineohren, Knochen, Kaustreifen, kleine Hundekuchen, etc.)
  • Hundeschule / Welpenschule (Vergleiche die Preise! Eine teure Hundeschule muss nicht die Beste sein.)
  • Hundesteuer (in jeder Gemeinde unterschiedlich)
  • Hundeversicherung / Hundehaftpflicht (ab ca. 40,00 Euro / Jahr)
  • Hundezubehör / Ausstattung (Hundehalsband, Hundeleine, Hundehütte, Hundenapf und Trinknapf, Hundespielzeug, etc.)
  • evtl. Kosten für einen Hundesalon  Mittel gegen Flöhe und Ungeziefer

Sollte dein Hund Opfer eines Unfalls werden oder (schwer) erkranken, wird es noch viel teurer. Denn die Tierarztkosten können dann explosionsartig in die Höhe steigen. Bedenke, dass diese Kosten dann zusätzlich anfallen. OPs und aufwändige Untersuchungen können schnell mehrere tausend Euro kosten.

Dafür gibt es auch Hundekrankenversicherungen, bei denen du dich dagegen absichern kannst. Allerdings erhöht so eine Hundekrankenversicherung die regelmäßigen Kosten auch wieder immens.

Hundehaltung – Was du beachten sollst

Du bist als Hundehalter laut Tierschutzgesetz (§ 11) zunächst verpflichtet deinen Hund artgerecht zu halten. Die kommunalen Verordnungen und Gesetze verpflichten dich als Hundehalter die Hundesteuer zu zahlen. Nach spätestens 3 Monaten ist dein Hund bei der zuständigen Steuerstelle meldepflichtig.

Deinen Hund musst du grundsätzlich anleinen in der Nähe von: Kindergärten, Spielplätzen und Parkanlagen. Beachte auch die Schilder vor öffentlichen Gebäuden, Einrichtungen und Plätzen (z.B. Badeseen). Die meisten Wälder sind keine Auslaufgebiete für Hunde. Also ist auch hier Leinenzwang.

Die allgemeine Maulkorbpflicht oder zur Anleinpflicht findest du in den jeweiligen Ländergesetzen und – Verordnungen. Da die Kampfhunddebatte der letzten Jahre zu einer eher hundefeindlichen Stimmung in der Gesellschaft geführt hat, sollten Hundehalter dieser negativen Stimmung entgegenwirken.

Besonders deshalb empfiehen wir dir:

  • Hundekot grundsätzlich von der Straße zu entfernen
  • Lass deinen Hund nicht gegen Häuserwände und Autos pinkeln.
  • Nimm Rücksicht auf Jogger, Radfahrer, Kinder und ängstliche Menschen. Ruf deinen Hund zu dir  und leine ihn an.

Sei einfach verständnisvoll zu den Menschen die keinen Hund haben oder gar Angst vor ihnen haben.

Hundesteuer und Hundeversicherung (Hundehaftpflicht)

Hundesteuer und Hundeversicherung bzw. Hundehaftpflicht sind weitere Kostenfaktoren mit denen du rechnen musst. Die Hundesteuer ist Pflicht und sehr umstritten, da keiner so genau weiß wozu sie eigentlich da ist. Die Hundehaftpflicht ist freiwillig. Du solltest aber nicht auf eine Hundeversicherung verzichten, da eine sie sämtliche Schäden bezahlt, die ein Hund im Falle eines Schadenfalles anrichtet. Es passiert einfach auch Hunden schnell mal ein Missgeschick. Und das kann unter Umständen sehr teuer werden.

Hundesteuer

Die Hundsteuer besteuert die Haltung von Hunden. Steuerpflichtig ist der Hundehalter. In Deutschland existiert keine einheitlich geregelte Hundesteuer. Somit ist auch die Höhe der Hundesteuer von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Die Kosten schwanken etwa zwischen 50 bis 250 Euro pro Jahr pro Hund. Es gibt eine Preisstaffelung. Jeder weitere Hund kostet zusätzlich Hundesteuer (die Beträge für weitere Hunde sind in der Regel höher als für den ersten Hund).

Hunde müssen nach der 12. Lebenswoche bei der zuständigen Steuerbehörde angemeldet werden. Zur Anmeldung brauchst du deinen Personalausweis und sämtliche Angaben über den Hund (z.B. Alter, Wurftag, Rasse, Geschlecht, Zeitpunkt, Ort und Anschaffungszeitpunkt). Nach der Anmeldung bekommst du einen Hundesteuerbescheid. Darin sind sämtliche Daten deines Hundes wie z.B. Rasse, Größe, Geschlecht usw. festgehalten. Zusätzlich bekommst du eine Steuermarke, die der Hund am Halsband tragen muss.

Von der Steuer befreit sind Blindenhunde, Rettungshunde und Diensthunde. Sogar bei Wachhunden kann es unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuerbefreiung oder Steuerermäßigung geben. Außerdem können Personen, die über wenig Einkommen verfügen, ebenfalls von der Steuer teilweise oder ganz entlastet werden.

Wenn du deinen Hund nicht angemeldest und später einmal damit auffällst, kann die Behörde einen rückwirkenden Steuerbescheid erstellen. Auch Strafen sind im Rahmen der Hundesteuerordnung möglich. Die landesgesetzlichen Hundesteuer-Gesetze bzw. Kommunalabgabengesetze sind Rechtsgrundlagen für die Besteuerung von Hunde. Sie verpflichen die Gemeinden zur Steuererhebung. Ziele der Steuer soll sein die Anzahl der Hunde zu begrenzen.

Hundeversicherung (Hundehaftpflicht)

Eine Hundeversicherung oder Hundehaftpflicht ist jedem Hundebesitzer anzuraten, da Hunde großen Schaden anrichten können. Wie bei uns Menschen passiert dir auch mit Hund schnell ein Fehler und Missgeschicke. Dein Hund kann noch so gut erzogen sein. Ob das liebe Hündchen das Sofa von Bekannten zerfetzt oder einen Unfall verursacht, du trägst als Hundehalte die Kosten in jedem Fall. Und die Kosten können unter unglücklichen Umständen sehr hoch sein.

Dann ist es hilfreich, wenn eine Hundeversicherung für den Schaden aufkommt und du das Geld nicht aus der eigenen Tasche bezahlen musst. Die Kosten für eine Hundehaftpflicht belaufen sich zwischen 40 bis 150 Euro pro Jahr. Eine günstige Hundeversicherung findest du hier oder wenn du nach „Hundeversicherung Vergleich“ oder „günstige Hundeversicherung“ googlest.

Nach den neuen Hundegesetzen in vielen Bundesländern ist es für bestimmte Rassen v.a. Kampfhunde Pflicht, eine Hundehaftpflicht abzuschließen. Infos findest du bei der jeweiligen Kumunee. Die Hundeversicherung für Kampfhunde kostet i.d.R. mehr als eine normale Hundehaftpflicht. Jedoch bieten fast alle Versicherungen verschiedene Varianten an.

der-Hunderatgeber.com

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